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Lektion 13 von 16 · 5 Min.

Allgemeinwissen Bundeswehr: Auftrag, Aufbau, Dienstgrade

Was der Auftrag der Bundeswehr ist, wie die Streitkräfte gegliedert sind und welche Dienstgrade es gibt. Mit amtlich belegten Angaben und Hinweisen auf veraltete Videos.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Bundeswehr wurde am 12. November 1955 gegründet.
  • Nach Artikel 65a des Grundgesetzes hat der Bundesminister der Verteidigung die Befehls- und Kommandogewalt über die Streitkräfte.
  • Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee, über ihre bewaffneten Einsätze entscheidet der Bundestag.
  • Seit Mai 2024 gehört der Cyber- und Informationsraum als vierte Teilstreitkraft zur Bundeswehr.
  • Der niedrigste Mannschaftsdienstgrad liegt in der Besoldungsgruppe A 3, General und Admiral in B 10.
In dieser Lektion7 Abschnitte

Was ist der Auftrag der Bundeswehr?

Der Auftrag der Bundeswehr besteht darin, Deutschland, seine Bürgerinnen und Bürger und seine Bündnispartner zu schützen. Er ist im Weißbuch zur Sicherheitspolitik und zur Zukunft der Bundeswehr festgelegt. Daraus leiten sich Aufgaben wie Landesverteidigung, Bündnisunterstützung, Krisenmanagement und Heimatschutz ab.

Laut dem Erklärvideo hat der Auftrag sechs Teile. Der erste lautet, Deutschlands Souveränität und territoriale Integrität zu verteidigen und die Bürgerinnen und Bürger zu schützen. Die weiteren Teile betreffen die Resilienz von Staat und Gesellschaft, die außen- und sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit sowie Stabilität im internationalen Rahmen.

Aus dem Auftrag ergeben sich laut Video diese Hauptaufgaben:

  • Friedenssicherung: der Beitrag zu Stabilität und Sicherheit im internationalen Rahmen.
  • Internationales Krisenmanagement: die aktive Mitarbeit bei Konfliktverhütung und Krisenbewältigung.
  • Heimatschutz: die Unterstützung ziviler Behörden, etwa in Katastrophen, und die nationale Krisenvorsorge.
  • Ausbildung: neuer Soldatinnen und Soldaten sowie ziviler Fachkräfte und die Unterstützung von Partnerländern.
  • Cyberschutz: die Abwehr von Cyberangriffen.

Das Weißbuch wird unregelmäßig überarbeitet. Das Video nennt 2016 als letzte Änderung. Vor dem Lernen lohnt sich deshalb ein Blick auf die aktuelle Fassung beim Verteidigungsministerium.

Die Bundeswehr verteidigt Deutschland und seine Bündnispartner und trägt auch im Inneren zur Krisenvorsorge bei.

Wie ist die Bundeswehr aufgebaut?

Die Bundeswehr gliedert sich laut bundeswehr.de in vier Teilstreitkräfte: Heer, Luftwaffe, Marine und Cyber- und Informationsraum. Dazu kommen der Unterstützungsbereich, die zivile Bundeswehrverwaltung und dem Ministerium unmittelbar unterstellte Dienststellen.

  • Organisationsbereich Personal: Personalführung sowie Bildung und Qualifizierung. Das Bundesamt für das Personalmanagement berät und testet Bewerberinnen und Bewerber in 15 Karrierecentern.
  • Organisationsbereich AIN: Planung und Steuerung von Rüstungsvorhaben, von Waffen und Informationstechnik bis zur persönlichen Ausrüstung.
  • Organisationsbereich IUD: Infrastruktur mit rund 1.500 Liegenschaften, Umwelt-, Arbeits- und Brandschutz sowie Verpflegung.
  • Rechtspflege und Militärseelsorge: eigenständige zivile Organisationsbereiche.

Seit wann gibt es die Bundeswehr, und wer hat die Befehlsgewalt?

Die Bundeswehr wurde am 12. November 1955 gegründet. Nach Artikel 65a des Grundgesetzes hat der Bundesminister der Verteidigung die Befehls- und Kommandogewalt über die Streitkräfte.

  • Gründung: 12. November 1955.
  • Befehlsgewalt: beim Bundesminister der Verteidigung, Artikel 65a des Grundgesetzes.
  • Parlamentsarmee: Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee, und der Bundestag entscheidet über ihre bewaffneten Einsätze.

Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee: Ohne Entscheidung des Bundestags gibt es keinen bewaffneten Einsatz.

Welche Dienstgrade gibt es bei der Bundeswehr?

Die Bundeswehr hat sieben Dienstgradgruppen: Mannschaften, Unteroffiziere ohne Portepee, Unteroffiziere mit Portepee, Leutnante, Hauptleute, Stabsoffiziere und Generale. Die Marine nutzt eigene Bezeichnungen, etwa Matrose für den niedrigsten Mannschaftsdienstgrad oder Bootsmann für Feldwebel.

Jeder Dienstgrad ist einer Besoldungsgruppe zugeordnet. Die Zuordnung nach Anlage I des Bundesbesoldungsgesetzes sieht so aus:

  • Mannschaften: niedrigster Dienstgrad A 3, Gefreiter A 3, Obergefreiter und Hauptgefreiter A 4, Stabsgefreiter und Oberstabsgefreiter A 5, Korporal und Stabskorporal A 6.
  • Unteroffiziere ohne Portepee: Unteroffizier A 5, Stabsunteroffizier A 6 bis A 7.
  • Unteroffiziere mit Portepee: Feldwebel und Oberfeldwebel A 7, Hauptfeldwebel A 8, Stabsfeldwebel und Oberstabsfeldwebel A 9.
  • Leutnante: Leutnant A 9, Oberleutnant A 10.
  • Hauptleute: Hauptmann A 11 bis A 12, je nach Dienstposten, Stabshauptmann A 13.
  • Stabsoffiziere: Major A 13, Oberstleutnant A 14 bis A 15, Oberst A 16.

Die Besoldungsgruppe ordnet einen Dienstgrad ein, sie ist kein Gehalt. Euro-Beträge stehen in dieser Lektion nicht, weil die Videos dazu veraltete oder nicht belegte Zahlen nennen.

Auslandseinsätze: Was ältere Videos sagen

Im Auswahlgespräch kann das Thema Auslandseinsätze vorkommen. Ein Erklärvideo von 2020 nennt zwölf Einsätze auf drei Kontinenten und rund 4.000 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz. Diese Zahlen sind nicht aktuell.

Wer sich vorbereitet, denkt vorab über die eigene Motivation nach und informiert sich über die Aufgaben vor Ort, etwa Beratung und Ausbildung lokaler Sicherheitskräfte.

Weitere Videos zu diesem Thema

Die Videos sind unterschiedlich alt. Wo eines vom heutigen Stand abweicht, gilt der Lehrtext oben.

  • Dienstgrade im Überblick

    Erklärt die Gruppen mit einem Vergleich aus der Arbeitswelt, nennt aber keine Dienstgradliste. Die Liste in dieser Lektion stammt aus den amtlichen Angaben.

    2 Min.

  • Auslandseinsätze (Stand 2020)

    Erklärt, dass sich Soldatinnen und Soldaten zu Auslandseinsätzen verpflichten können. Seine Zahlen zu Einsätzen und Soldaten stammen aus 2020 und sind veraltet.

    3 Min.

Lernfragen: prüf dich selbst

3 Aufgaben zu dieser Lektion. Kreuz an, dann siehst du den Lösungsweg.

Gründung

Lernfragen zu Lektion 13

In welchem Jahr wurde die Bundeswehr gegründet?

Fragen zu dieser Lektion

Was ist der Auftrag der Bundeswehr?

Laut dem Erklärvideo, das sich auf das Weißbuch zur Sicherheitspolitik stützt, soll die Bundeswehr Deutschland verteidigen und seine Bürgerinnen und Bürger schützen. Dazu gehören Bündnisunterstützung, internationales Krisenmanagement und Heimatschutz.

Wie viele Teilstreitkräfte hat die Bundeswehr?

Vier: Heer, Luftwaffe, Marine und Cyber- und Informationsraum. Laut bundeswehr.de ist der Cyber- und Informationsraum seit Mai 2024 die vierte Teilstreitkraft.

Wer hat die Befehlsgewalt über die Bundeswehr?

Nach Artikel 65a des Grundgesetzes hat der Bundesminister der Verteidigung die Befehls- und Kommandogewalt über die Streitkräfte. Die Bundeswehr ist zudem eine Parlamentsarmee, über bewaffnete Einsätze entscheidet der Bundestag.

Welche Dienstgrade gehören zu den Mannschaften?

Die Gruppe der Mannschaften umfasst acht Dienstgrade, vom niedrigsten Mannschaftsdienstgrad bis zum Stabskorporal. Dazu gehören Gefreiter, Obergefreiter, Hauptgefreiter, Stabsgefreiter, Oberstabsgefreiter, Korporal und Stabskorporal.

Hak ab, wenn du fertig bist. Ganz ohne Konto.