Lektion 2 von 8 · 11 Min.
Schlussfolgerndes Denken im BaPsy: numerisch, verbal, figural
Die drei Teile des schlussfolgernden Denkens im BaPsy-DGPs: was sie prüfen, wie viel Zeit sie bieten und wie du dich vorbereitest.
Das Wichtigste in Kürze
- Das schlussfolgernde Denken prüft der BaPsy-DGPs in drei Teilen: numerisch, verbal und figural.
- Im numerischen und im verbalen Teil hat man je 20 Aufgaben in 18 Minuten, im figuralen Teil 20 Aufgaben in 25 Minuten.
- Im verbalen Teil bedeutet oder, dass mindestens eine Aussage zutrifft, beide Aussagen dürfen gleichzeitig gelten.
- Im numerischen Teil sind weder Taschenrechner noch Notizen erlaubt, deshalb gehört das Kopfrechnen zur Vorbereitung.
- Unbeantwortete Aufgaben zählen null Punkte wie falsche, deshalb sollte man jede Aufgabe mit einer Option beantworten.
In dieser Lektion6 Abschnitte
Was prüft das schlussfolgernde Denken im BaPsy?
Das schlussfolgernde Denken ist im BaPsy-DGPs ein Block aus drei Testteilen. Alle drei prüfen, ob du aus gegebenen Informationen logisch richtige Schlüsse ziehst. Die Aufgaben sehen verschieden aus, das Prinzip ist dasselbe.
- Numerisch: 20 Sachaufgaben in 18 Minuten, ohne Taschenrechner und ohne Notizen.
- Verbal: 20 Aufgaben in 18 Minuten, aus gegebenen Aussagen die eine zwingend richtige Schlussfolgerung finden.
- Figural: 20 Matrizen in 25 Minuten, das fehlende Feld aus 16 Antwortoptionen (A bis P) wählen.
Im Ablauf steht der verbale Teil an zweiter, der figurale an dritter und der numerische an fünfter Stelle. Die Reihenfolge ist fest. Zusammen machen die drei Teile 60 der 122 Aufgaben aus, also fast die Hälfte des Tests.
Die Teile sind unterschiedlich lang bemessen. Für den figuralen Teil stehen 25 statt 18 Minuten zur Verfügung, denn jede Matrix enthält mehrere Informationen, die du zusammen lesen musst. Numerisch und verbal müssen dagegen schnell gelöst werden, damit die Zeit reicht.
Wie läuft der numerische Teil ab?
Der numerische Teil besteht aus Sachaufgaben, wie sie aus dem Mathematikunterricht bekannt sind. Gerechnet wird im Kopf. Gefragt sind Grundrechenarten, Prozent, Brüche, Potenzen und Klammerrechnung.
Wenn du Zwischenergebnisse im Kopf behalten musst, rechne in kleinen Schritten. Große Zahlen rundest du grob, um das Ergebnis zu überschlagen und mit den Antwortoptionen zu vergleichen.
Bei Textaufgaben liest du zuerst die Frage. Sie zeigt, welche Größe gesucht ist, und dann weißt du, welche Angaben du brauchst.
Brüche lassen sich oft in Prozente oder in Teile zerlegen. Drei Viertel sind das Dreifache eines Viertels.
Wie funktionieren die Verknüpfungen im verbalen Teil?
Im verbalen Teil sind mehrere Aussagen gegeben. Gefragt ist, welche Schlussfolgerung sich aus ihnen eindeutig ableiten lässt. Genau eine ist zwingend richtig, die anderen sind falsch oder nicht zwingend ableitbar.
- und: Beide Aussagen gelten.
- oder: Mindestens eine Aussage gilt. Beide dürfen gelten.
- genau dann, wenn: Beide Aussagen gelten zusammen oder fallen zusammen weg.
- wenn … dann: Gilt der erste Teil, gilt auch der zweite.
Die Aussagen eines Testteils stehen nicht in einer Reihenfolge, die auf die Lösung hinweist. Lies alle Aussagen einmal durch und markiere die sicheren, bevor du die erste Option prüfst. Bei „wenn … dann“ gilt die Richtung. Ist die erste Aussage wahr, ist die zweite wahr. Ist die zweite falsch, ist die erste falsch. Ist nur die zweite wahr, lässt sich über die erste nichts sagen.
Oder heißt mindestens eines, nicht genau eines.
Wie gehst du figurale Matrizen an?
Im figuralen Teil ist eine Matrix aus drei mal drei Feldern gegeben, ein Feld ist leer. Aus 16 Antwortfeldern (A bis P) wählst du das passende. Die Regeln gelten je Figurenelement, zeilen- oder spaltenweise.
- Die Matrix in Einzelmerkmale zerlegen, etwa Anzahl, Form, Lage und Füllung.
- Jedes Merkmal zeilen- und spaltenweise lesen.
- Das Muster erkennen, zum Beispiel eine Drehung oder ein Wandern um eine Position.
- Das Antwortfeld wählen, das alle Muster erfüllt.
Einsteiger-Matrizen helfen am Anfang, die Logik zu verstehen. Erst danach lohnt es sich, Matrizen mit mehreren Merkmalen zu üben, bei denen sich Regeln überlagern.
Wie viel Zeit bleibt pro Aufgabe, und lohnt sich Raten?
Im numerischen und im verbalen Teil bleiben rechnerisch knapp 54 Sekunden pro Aufgabe, im figuralen Teil gut 75 Sekunden. Unbeantwortete Aufgaben zählen null Punkte, genau wie falsche.
Eine Aufgabe, die viel Zeit kostet, fehlt später bei leichteren Aufgaben. Gehe deshalb zuerst die Aufgaben an, die dir klar erscheinen, und komm danach zu den schwierigen zurück, solange die Zeit reicht.
Lernfragen: prüf dich selbst
3 Aufgaben zu dieser Lektion. Kreuz an, dann siehst du den Lösungsweg.
Lernfragen zu Lektion 2
Gegeben sind: Anna kommt oder Ben kommt. Ben kommt nicht. Welche Aussage lässt sich eindeutig ableiten?
Fragen zu dieser Lektion
Was bedeutet oder im verbalen Teil des BaPsy-DGPs?
Oder bedeutet, dass mindestens eine der beiden Aussagen zutrifft. Beide dürfen gleichzeitig gelten, das schließt der Test nicht aus. Wer oder wie entweder oder liest, verliert Aufgaben.
Darf man im numerischen Teil Notizen machen?
Nein. Weder Taschenrechner noch Notizen sind im numerischen Teil erlaubt. Schmierpapier gibt es nur im Testteil Mathematikkenntnisse.
Zählen unbeantwortete Aufgaben als falsch?
Sie zählen null Punkte, also wie falsche Antworten. Einen Abzug für falsche Antworten gibt es nicht. Deshalb sollte man jede Aufgabe mit einer Option versehen.
Wie viel Zeit hat man im figuralen Teil pro Aufgabe?
Der Teil hat 20 Aufgaben in 25 Minuten, also gut 75 Sekunden je Aufgabe. Die Matrizen sind abstrakter als die Sachaufgaben, deshalb lohnt sich das Üben einfacher Matrizen zuerst.
Hak ab, wenn du fertig bist. Ganz ohne Konto.